Das Wort zum Donnerstag



Einmal akademisch: Doing Theology without God?

Einmal boulevardesk: Atheisten verklagen US-Regierung

Darf man sich über EM-Kosten aufregen - heute?

Eigentlich ist heute nicht der richtige Tag, sich über EM-Kosten zu enervieren. Eigentlich. Doch von Hooligan Beni (via Sam) und Schweizern die Spitäler verprügeln (via Häck-a-Blog), soll hier trotzdem nicht die Rede sein

Darf man sich über EM-Kosten aufregen - heute? Ich meine Ja. Auch als Fussballfan. Blogger gebsn formuliert es so:
"Da müsste doch durch die Reihen der liberalen Blogger und Blogerinnen ein Aufschrei gehen! Bund, Städte und Kantone wollen einem Grossverdiener mit Subventionsmillionen unter die Arme greifen. Um nichts Anderes geht es doch bei den Beiträgen der öffentlichen Hand für die Euro 2008."

Über Hinz und Kunz stimmen wir ab, findet auch etwa David vom andare-Blog, nicht jedoch über eine der teuersten Veranstaltungen aller Zeiten. Eine andere interessante Frage, die andare in diesem Zusammenhang stellt, lautet:
"Es ist ebenfalls geplant an verschiedenen Orten die Verkehrswege auszubauen. Wird das nach der Euro 08 wieder zurückgebaut oder muss da auch noch aufgepasst werden, dass unter dem Vorwand der Grossveranstaltung Kapazitäten erstellt werden, die aus oekologischer Sicht nicht wünschenswert sind?"

In der Tat, als ehemaliger Portugal-Reisender ist mir dies auch schon durch den Kopf gegangen: In Portugal wurden vor der EM Strassen- und Autobahnprojekte aus dem Boden gestampft bis zum abwinken, die vermutlich aus heutiger "Nachhaltigkeits-Perspektive" völlig überdimensioniert waren.

Doch zurück in die Schweiz. Marcel Widmer vom JobBlog geht nämlich noch einen Schritt weiter. Für ihn sind die überbordenden Kosten schlicht ein Skandal. Widmer fordert daher ein politisches Köpferollen und geht gleich in die Offensive mit einem Brief an Bundes-, National- und Ständeräte.

Manfred Messmer bleibt Anonym

Ein (nicht mehr so ganz) exklusives Interview mit Arbeitgeber-Basel-Blogger Manfred Messmer.
Sehr geehrter Herr Messmer,

mit interesse haben wir ihr Inverview auf Blog.ch gelesen.
Wenn sie so gütig wären, Polis auch ein Kurz-Interview zu gewähren (von anonym zu anonym gewissermassen), würden wir uns diebisch darüber freuen.

Die Frage lautet: Welche anonymen Weblogs betreiben Sie? Und wieso anonym?
messmer

Die erste SVP-Bloggerin ist online

svp

Die SVP springt auf den Weblog-Zug auf: Als erste wagt den Schritt Beatrice Simon, Mitglied der Berner SVP, welche in ihrem Wahlblog in loser Folge Gedanken, Ideen, Erlebnisse und "weitere Punkte" veröffentlichen will, "welche Besucher interessieren könnte."

Ein kleiner Tipp an Frau Simon: Nie gegen die Swisscom wettern - ansonsten Sie mit ihrem Blue-Blog ihr blaues Wunder erleben dürften.

(Sollte jemand den Titel "erste/r SVP-BloggerIn" für sich in Anspruch nehmen, darf er dies gerne melden an: polissilop[at]hotmail.com)

(via blog.ch-blog)

Was will Jeb Bush in Basel?

jeb
(Cartoon von Ann Telnius via cagle.com)

Ausnahmezustand in Basel. Wann: am Donnerstag! Wie die Baz berichtet, ist die Mehrheit der Basler Regierung nicht bereit Jeb Bush die Ehre zu erweisen. Polis schlägt als Alternativprogramm vor: Schickt ihn zum Fährimaa.

(via cyberwriter)

Genmoratorium: Die Blogwelt ist gespalten...

gen

Wer genmanipulierte Lebensmittel essen will, solle dies auch tun können, meint freilich.ch, und geht sogar soweit, für die Wahlfreiheit den "Minderheitenschutz" zu bemühen. Für ganz so wichtig hält freilich.ch die Abstimmung aber offensichtlich nicht:
"Wir haben schon über Bedeutenderes zu befinden gehabt als über die Zulassung von Sonntagsarbeit in Bahnhofsläden oder das Verbot der Gentechnik in der Landwirtschaft. Glücklich ein Land, das keine grösseren Probleme hat!"
Ähnlich argumentiert der Ordnungspolitische Blog:
"Die Einschränkung der Wahlfreiheit, sei es jene der Konsumierenden oder der Landwirte, lässt sich ordnungspolitisch nicht rechtfertigen - sofern man beide für mündig hält…[...] Entscheidend ist aus ordnungspolitischer Sicht, dass jede und jeder nach seinem individuellen Risikoprofil wählen darf - genauso wie bei der Wanderroute, beim Weinkonsum oder bei der Sportdisziplin."
Den entgegengesetzten Standpunkt nimmt Ignoranz.ch ein: Sandro Feuillet listet in einem Zehn-Punkte-Programm auf, wieso die Initiative anzunehmen ist. Davon seien hier drei Argumente aufgeführt:
"Weil die Bauern ihre Samen nicht jedes Jahr bei Syngenta kaufen möchten...
Weil 'Aus der Schweiz, Gentechfrei' ein Label mit vielen Möglichkeiten ist...
Weil die Schweiz zu klein ist um Gentech neben Gentechfrei zu produzieren..."
Selbst der Finanzblog mischt sich in die Debatte ein. Gibt sich jedoch eher indifferent:
"...aus ökologischen Gründen können sie pro oder contra sein - je nachdem, aus welchem Blickwinkel sie es anschauen."
Der Literaturblog widmet der Gendebatte gar ein Gedicht:
„Weisst Du... ein Mensch ist was er isst -
friss Du doch diesen verpfuschten Mist! „

(..und noch ein Nachtrag von Esthers Kaffeehaus: Sonntagsverkauf und Gentechnologie)

Apartheid-Connection: Blocher, Merz & Co.

mandela
In jedem anderen europäischen Land stünden längst Rücktrittsforderungen im Raum...

Bundesrat Blocher in einem Interview mit der Schweizer-Illustrierten 1989:
«Man muss immerhin sehen, von allen afrikanischen Staaten ist Südafrika wirtschaftlich und sozial der bestfunktionierende Staat.»
Bundesrat Merz im Jahr 2002:
«Wer viel und oft im Ausland arbeitet, weiss, dass man sich als Geschäftsmann in politischen Dingen zurückhalten und auf seine beruflichen Aufgaben konzentrieren muss.»
Blocher und Merz: Zwei alte Freunde Südafrikas

Kontroverses Lügeninserat der SVP


(Lügt er, oder lügt er nicht?)


Das SVP-Inserat zur Blitzkasten-Debatte: Am Wochenende in den meisten Schweizer Zeitungen erschienen. Der SVP-Vorwurf an Elmar Ledergerber und Esther Maurer: "Sie lügen!" Blogger Pax hat das Inserat mal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Kill Bill's Browser

kill bill
(click on pic)

Carla del Ponte im Kreuzfeuer der Kritik

Schafes Geschütz gegen den internationalen Strafgerichtshof, Carla del Ponte und die Rolle des ICTY (Criminal court prosecuting violations of humanitarian law in the former Yugoslavia):

The Political Economy of Sham Justice: Carla Del Ponte Addresses Goldman Sachs on Justice and Profits

Der amerikanische Professor Edward S. Herman zieht darin folgenden Schluss:
"In sum, the ICTY was created by the NATO powers, not to bring either peace or justice to Yugoslavia, but to serve the U.S. and NATO aims there, which called for the dismantlement of Yugoslavia, the crushing of Serbia, and the conversion of the new mini-states of the ex-Yugoslavia into NATO-power dependencies. As the Serbs were the main obstacle to this program, they had to be demonized, their leaders driven from office and incarcerated, and their people humiliated and punished. This called for an ICTY focus on selective "justice" that helped provide the justification for undermining peace settlements and making war. The ICTY has performed this service effectively, with the help of the gullible Western media and intellectual class."

Siehe auch den auf Z-Net erschienenen Artikel von Edward S. Herman:

Die Politik des Srebrenica-Massakers
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