Wen Selbstbetrug und seichte Argumente wie "Ich habe nichts verbrochen, folglich vor staatlicher/privater Datensammlerei nichts zu befürchten" seelig machen, kann seine Lektüre hier nun beenden. Oder sich einfach hier wegklicken.

Allen anderen sei zur regelmässigen Lektüre das exzellente Stafprozessblog von Konrad Jeker ans Herz gelegt:

"Fichen sind seit dem Fichen-Skandal eben keine Fichen mehr, sondern rechtlich abgesicherte Register. Das ist übrigens sowieso die einzige Konsequent, die der Staat aus dem Fichen-Skandal gezogen hat: er hat die gesetzlichen Grundlagen für die Schnüffeleien geschaffen. Fichiert wird heute einfach legaler (mir sind Polizeikommandos bekannt, die nach wie vor ohne gesetzliche Grundlage Register führen), aber mehr und vor allem systematischer denn je."

Sachverstand und Praxiswissen machen Jekers Blog zur unerlässlichen "Notfallapotheke" für all diejenigen, welche rechtsstaatliche Erosionsprozesse, wie etwa die zunehmende und schleichende Umkehr der Beweislast, nicht einfach als gegeben hinnehmen wollen.