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Wer genmanipulierte Lebensmittel essen will, solle dies auch tun können, meint freilich.ch, und geht sogar soweit, für die Wahlfreiheit den "Minderheitenschutz" zu bemühen. Für ganz so wichtig hält freilich.ch die Abstimmung aber offensichtlich nicht:
"Wir haben schon über Bedeutenderes zu befinden gehabt als über die Zulassung von Sonntagsarbeit in Bahnhofsläden oder das Verbot der Gentechnik in der Landwirtschaft. Glücklich ein Land, das keine grösseren Probleme hat!"
Ähnlich argumentiert der Ordnungspolitische Blog:
"Die Einschränkung der Wahlfreiheit, sei es jene der Konsumierenden oder der Landwirte, lässt sich ordnungspolitisch nicht rechtfertigen - sofern man beide für mündig hält…[...] Entscheidend ist aus ordnungspolitischer Sicht, dass jede und jeder nach seinem individuellen Risikoprofil wählen darf - genauso wie bei der Wanderroute, beim Weinkonsum oder bei der Sportdisziplin."
Den entgegengesetzten Standpunkt nimmt Ignoranz.ch ein: Sandro Feuillet listet in einem Zehn-Punkte-Programm auf, wieso die Initiative anzunehmen ist. Davon seien hier drei Argumente aufgeführt:
"Weil die Bauern ihre Samen nicht jedes Jahr bei Syngenta kaufen möchten...
Weil 'Aus der Schweiz, Gentechfrei' ein Label mit vielen Möglichkeiten ist...
Weil die Schweiz zu klein ist um Gentech neben Gentechfrei zu produzieren..."
Selbst der Finanzblog mischt sich in die Debatte ein. Gibt sich jedoch eher indifferent:
"...aus ökologischen Gründen können sie pro oder contra sein - je nachdem, aus welchem Blickwinkel sie es anschauen."
Der Literaturblog widmet der Gendebatte gar ein Gedicht:
„Weisst Du... ein Mensch ist was er isst -
friss Du doch diesen verpfuschten Mist! „

(..und noch ein Nachtrag von Esthers Kaffeehaus: Sonntagsverkauf und Gentechnologie)